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Ehrlichiose

Karina J. aus Deutschland fragt:

Wir waren mit unserem Hund in Südspanien im Urlaub und zu Hause ist er dann krank geworden. Fieber, geschwollene Lymphdrüsen und Nasenbluten haben sich abgewechselt. Unser Tierarzt hat sofort auf Leishmaniose getippt und entsprechende Blutuntersuchungen in die Wege geleitet. Jetzt stellt sich heraus, dass er Ehrlichiose hat. Kennen Sie sich damit aus? Ist das genauso schlimm wie Leishmaniose?

 

Liebe Karina!


Die Ehrlichiose ist eine Infektionskrankheit, die von einem Bakterium verursacht wird, das man Ehrlichia canis nennt und das sowohl in den Tropen, den Subtropen als auch im Mittelmeerraum sehr häufig vorkommt. Den seltsamen Namen verdankt es seinem Entdecker, dem Deutschen Paul Ehrlich. Dieser Krankheitserreger wird über Zeckenbisse übertragen und befällt danach das Innere von Körperzellen des Wirtes. Die Symptome, welche die Infektion hervorruft, sind sehr vielfältig und gleichen in der Tat denen der Leishmaniose.

Die Krankheitszeichen, die Sie beschrieben haben, sind recht typisch für die akute Phase. Oft kommen noch Magen-Darmerkrankungen oder Probleme mit den Atemwegen hinzu. Wird nicht behandelt, gehen die Symptome zunächst zurück, um in der chronischen Phase dann verstärkt und mit oft dramatischen Konsequenzen, wie beispielsweise Blutarmut, wieder zurückzukehren.

Die Diagnose wird mittels Blutanalyse gestellt, denn rein klinisch ist die Krankheit nicht von anderen Mittelmeerkrankheiten wie der Leishmaniose zu unterscheiden. Allerdings ist die Ehrlichiose einfacher zu therapieren als die Leishmaniose. Das Bakterium spricht auf eine spezielle antibiotische Behandlung an, die nach einem vorgegebenen Schema, das Ihnen Ihr Tierarzt genau erklären wird, verabreicht wird. Trotzdem sollten Sie bei jeder Reise in eines der oben genannten Länder akribisch auf eine moderne adäquate Zeckenabwehr achten. Auch dabei wird Ihnen Ihr Tierarzt behilflich sein.