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Katzenschnupfen Rezidiv

Corinna G. aus Mallorca fragt:


mein 12 Jahre alter Karthäuserkater hat im Abstand von vier Wochen immer wieder eine Rotznase, d. h. er niest ein paar Mal am Tag und aus einem Nasenloch kommt gelbes Sekret heraus. Die Augen sehen total normal aus und er frisst auch ganz normal. Ich verabreiche ihm dann jedes Mal für fünf Tage morgens und abends Antibiotika, damit ist es weg, aber nach gut vier Wochen hat er es dann wieder. Am Anfang vor ca. zwei Jahren trat es alle drei Monate auf, jetzt wie gesagt alle vier Wochen. Ich habe auch schon mal Globuli und Lysin verabreicht. Als Antibiotika habe ich vom Arzt Doxycyclin 100 bekommen, nachdem er einen Abstrich von dem Sekret bekommen hatte.
Ich weiß keinen Rat mehr! Ich kann doch nicht immer wieder Antibiotika verabreichen. Irgendwann schlägt das auch nicht mehr an.
Er hatte 2002 eine OP, bei der hinten an der Seite oben ein Fibrosarkom entfernt wurde, den ich beim Streicheln bemerkt hatte. Einige Zeit nach dieser OP fing es mit dem Niesen an.

 

Liebe Corinna!


Zunächst möchte ich sagen, dass ich nicht an einen kausalen Zusammenhang zwischen dem entfernten Tumor und dem Schnupfen glaube. Eventuell war eine temporäre Abwehrschwäche der Auslöser. Dass ein Abstrich gemacht wurde ist sehr gut, so kann man ganz gezielt ein nachweislich wirksames Antibiotikum verabreichen, in Ihrem Fall offensichtlich ein Doxyzyklinpräparat. Wenn die Behandlung dann wirklich so gut anschlägt, wie Sie sagen, ist man mit Sicherheit auf dem richtigen Weg.

Allerdings ist Katzenschnupfen fast immer eine multifaktorielle Erkrankung, der meistens eine Infektion mit mehreren verschiedenen Erregern zugrunde liegt. Daher kommt es auch häufig zu Rezidiven wie in Ihrem Fall. Eine intensive Behandlung ist unerlässlich. Eventuell muss man zusätzlich zur Antibiose – die im Übrigen durchaus länger als fünf Tage angesetzt werden sollte – zusätzlich das Immunsystem stärken. Dafür kommen so genannte Paramunitätsinducer in Frage und evtl. auch begleitend die Verabreichung von Infusionen, Inhalationen und/oder Sekretlösern.

Auch eine homöopathische bzw. naturheilkundliche Begleittherapie, wie Sie sie bereits erwähnten, ist durchaus sinnvoll. Dafür ist es aber nötig, dass Sie das Tier für eine ausführliche Anamnese und homöopathische Repertorisation unserer Heilpraktikerin vorstellen. Ob sich Rückfälle vollständig vermeiden lassen, weiß ich nicht. Aber mit einer fundierten multimodalen Therapie lassen sich mit Sicherheit die Abstände zwischen den Rezidiven deutlich verlängern.