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Feline infektöse Anämie

Walter Sch. aus Mallorca fragt:

Meine Katze hat infektiöse Anämie (Hämobartonellose, Rikettsien). Sie schreiben in einem Artikel, dass Antibiotika und auch nur wenige Medikamente wirken und zur Verfügung stehen. Können Sie bitte die Medikamente nennen, die wirken. Meine Katze wird behandelt und es sieht nicht gut aus. Ich brauche dringend Rat.

 

Lieber Walter!


Die Erreger dieser Krankheit gehören zur Gattung Mykoplasma und werden als hämotrope Mykoplasmen bezeichnet. Sie sind sehr wirtsspezifisch und treten nur bei Katzen in Erscheinung. Der Erreger bewirkt eine Membranschädigung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), die daraufhin absterben. Der eigene Organismus erkennt dann diese verstümmelten roten Blutkörperchen nicht mehr und bildet so genannte Antikörper gegen sie aus. Es handelt sich bei dieser Erkrankung also nicht nur um eine normale Infektion, sondern auch um eine Art von Autoimmunerkrankung.

Die Behandlung erfolgt mit einem Antibiotikum aus der Tetrazyklinreihe, was normalerweise über mehrere Wochen verabreicht wird und den Erreger sehr gut abtötet. Je nach Zustand des Tieres muss selbstverständlich eine Begleittherapie zur Unterstützung des geschädigten Organismus erfolgen, also Infusionstherapien zur Stärkung des Allgemeinbefindens oder bei schwerer Anämie auch Bluttransfusionen. Gegebenenfalls müssen auch Kortisone verabreicht werden, um die Immunantwort zu drosseln. Je nach Stadium der Erkrankung handelt es sich bei diesen Patienten um Tiere, die intensivstationär betreut werden müssen. Eine reine Tablettenkur ist meist nur im Anfangsstadium erfolgversprechend. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.