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Nasenfremdkörper

Miguel A. aus Porreras:

Seit unserem letzten Spaziergang niest mein Hund ununterbrochen. Heute bekam er Nasenbluten. Kann er sich verletzt haben?

 

Lieber Miguel!


Die Grannenzeit hat wieder begonnen! Grannen sind spitze, mit Widerhaken besetzte Grassamen, die sich im Fell oder in den Körperöffnungen verfangen oder sich in die Haut der Zwischenzehenräume einspießen und unseren Tieren große Probleme bereiten können. Ist ein solcher Samen in die Haut, in den Gehörgang, ins Nasenloch, unters Augenlid oder beispielsweise in die Vulva eingedrungen, spreizt die Granne ihre Fäden und dringt mit ihren Haken tief ins umliegende Gewebe ein. Je mehr das Tier sich wehrt, den Kopf schüttelt oder niest, desto fester haftet die Granne.

Bei einem Eindringen in die Nasenhöhle steckt der Samen in der Nasenschleimhaut fest. Der Reiz des Fremdkörpers löst nicht nur unstillbares Niesen aus, sondern führt auch zu Entzündungen, die mit Schwellungen und Atembeschwerden einhergehen. Innerhalb der Nasenschleimhaut befinden sich ausgedehnte venöse Schwellkörper. Werden diese Venen verletzt, entweder durch den Fremdkörper selbst, durch die Entzündung des Gewebes oder durch heftiges Niesen, kommt es zu Nasenbluten. Je länger die Granne in der Nasenhöhle bleibt, desto schwieriger wird es, sie zu entdecken und zu entfernen. Daher ist es wichtig, dass Sie so schnell wie möglich den Tierarzt aufsuchen.

Der Hund wird mit großer Wahrscheinlichkeit sediert werden müssen, um Rhinoskop und gegebenenfalls Instrumente in die Nasenhöhle einführen zu können. Das ist aber unabdingbar, um dem Tier zu helfen. Warten Sie zu lange, wird sich zusätzlich eine Infektion entwickeln und unter Umständen kommt es zu bleibenden Schäden am Riechepithel.