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Katzenseuche, Verlaufsformen

Erika S. aus Porreras fragt:

Wir haben zwei Kätzchen aus dem Tierheim geholt. Eines war recht munter, das andere etwas schlapp. Dann sind beide krank geworden. Die Tierärzte sagen, es sei Panleukopenie und die Katzen könnten sterben. Wie sind da Ihre Erfahrungen?

 

Liebe Erika!


Panleukopenie, auch Katzenseuche genannt, ist eine Viruserkrankung, die sehr ansteckend ist. Die ersten Symptome treten 4 bis 6 (selten auch bis zu 9) Tage nach einer Ansteckung auf. Man unterscheidet vier verschiedene Verlaufsformen der Erkrankung.
Die erste Form ist der perakute Verlauf. Die Katzen versterben nach 12 Stunden, ohne dass auffällige Krankheitsanzeichen zu erkennen gewesen wären. Die Sterbequote beim perakuten Verlauf ist nahezu 100 % und die Infektion wird oft mit einer Vergiftung verwechselt. Die zweite Form ist der akute Verlauf und kommt am häufigsten vor. Die Symptome sind hohes Fieber, Schwäche und Appetitverlust, gefolgt von Erbrechen. Im späteren Stadium kann auch Durchfall auftreten. Bei der akuten Form sterben 25 % bis 90 % der Tiere, wobei man sagen kann, dass die Überlebensrate dramatisch steigt, wenn die ersten 5 Tage der Infektion überstanden wurden. Dann gibt es den milden subakuten Verlauf. Die Tiere sind apathisch, haben leichte Temperaturerhöhungen und fressen nicht. Manchmal können leichte Durchfälle auftreten. Die Genesung erfolgt jedoch meistens recht schnell und relativ unkompliziert. Zu erwähnen bleibt noch der so genannte klinisch inapparente Verlauf, der vor allem bei älteren Katzen vorkommt. Die Tiere entwickeln keine Krankheitszeichen, während sie die Infektion durchmachen, sind aber in der Zeit Virusausscheider.
In der Praxis wird die Diagnose der Katzenseuche als Verdachtsdiagnose gestellt. Das Vorliegen von typischen Symptomen bei gleichzeitigem Nachweis eines Mangels an weißen Blutkörperchen (Leukopenie) macht das Vorliegen der Infektion wahrscheinlich. Die Therapie zielt auf eine Stabilisierung des Patienten ab, d. h. Vermeiden von Austrocknung und Vorbeugen von Komplikationen wie beispielsweise zusätzlichen bakteriellen Infektionen. In schweren Fällen kann das Virus eventuell mit Interferonen angegangen werden. In jedem Fall müssen strengste Hygienemaßnahmen eingehalten werden, um die Weiterverbreitung des Erregers zu verhindern.