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Lungenfibrose

Udo H. aus Palma fragt:

Unser alter, leider etwas übergewichtiger, Scottish Terrier atmet schon länger ziemlich schwer, ohne dass uns auffallen würde, dass er hustet. Wir haben viele Tierarztbesuche hinter uns, auch das Herz wurde gründlich untersucht, aber es konnte bislang keine Diagnose gestellt werden. Nun hat meine alte Mutter damals viele Jahre unter einer Lungenfibrose gelitten. Gibt es so etwas denn auch bei Hunden?

 

Lieber Udo!


Die Krankheit canine Lungenfibrose kommt vor, ja. Ursache ist nicht die Erkrankung der Lungenbläschen, sondern des Zwischengewebes der Lunge, des so genannten Interstitiums. Das Interstitium vernarbt ganz langsam und führt dadurch zu einer Art Versteifung der Lunge. Der Hund braucht viel mehr Kraft, um die Lunge ausreichend zu belüften. Er muss aktiv mithelfen, den Brustkorb zu weiten. Dadurch kommt es zu diesem „schweren“ Atmen. Hustenreiz tritt eher in der Anfangsphase der Erkrankung auf. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kommt es leider auch zum Fortschreiten der Atemnot. Nicht nur tiefes Luftholen fällt auf, auch die Atemfrequenz erhöht sich mit der Zeit. Der Hund bewegt sich immer weniger und bei der geringsten Anstrengung kann es zur Blauverfärbung der Schleimhäute kommen. Das Atmen bei geöffnetem Maul ist ebenfalls ein Zeichen des Sauerstoffmangels. Sind die Tiere übergewichtig, treten die Krankheitszeichen meistens noch verstärkt auf. Folgesymptome der Lungenfibrose sind oftmals Bluthochdruck und Verdickung der rechten Herzkammer.
Die Diagnose ist nicht leicht zu stellen. Man hört beim Abhören Knistergeräusche in der Lunge und sieht auf dem Röntgenbild eine verstärkte Bronchialzeichnung, meist verdichtetes Gewebe und eine dilatierte Luftröhre. Daraus ergibt sich aber nur der Verdacht auf Lungenfibrose. Gesichert werden kann die Diagnose nur durch eine Gewebeprobe oder, falls diese Möglichkeit zur Verfügung steht, mittels einer hochauflösenden Computertomographie. Therapeutisch sind die Grenzen eng. Eine kausale Behandlung gibt es nicht, daher kann man nur mit Kortisonen oder anderen entzündungshemmenden Mitteln den Krankheitsverlauf mildern. Bei übergewichtigen Hunden kann eine Gewichtsreduktion zu einer deutlichen Verbesserung der Situation beitragen.