Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Atemwegsfremdkörper

Karl M. aus Sa Rapida fragt:

Seit unserem letzten Spaziergang vor zwei Tagen hustet unser Hund unentwegt. Es hört sich an, als ob er etwas herauswürgen möchte. Wir haben das ganze Maul untersucht und nichts gefunden. Ist denn die Grannenzeit schon da und kann das die Ursache sein?

 

Lieber Karl!


Ja, die Grannenzeit ist in vollem Gange! Und ja, das kann durchaus die Ursache sein! Grannen nennt man die langen rauen und borstenförmigen Ähren an den Spelzen vieler Süßgräser. Die Borsten heften sich am Fell der Hunde fest oder werden beim Schnüffeln eingeatmet. Auch in die Maulhöhle dringen sie leicht ein. Die Grannenfädchen sind mit feinen Widerhaken besetzt. Damit können sie verhindern, dass der Hund sie abschütteln, ausniesen oder ausspucken kann. Durch diese Widerhäkchen geleitet wandern die Gräser immer weiter und tiefer ins Fell, in die Nase, ins Ohr oder sogar in die Luftröhre. Eine häufig betroffene Problemzone sind auch die Zwischenzehenräume.
Befindet sich ein Fremdkörper im Atmungstrakt, reagiert der Organismus mit Niesen oder Husten, je nachdem an welcher Stelle in den oberen Atemwegen sich der Fremdkörper befindet. Zu dieser Jahreszeit sollte man daher bei plötzlichem Auftreten von Hustenreiz oder Niesattacken – insbesondere nach einem Spaziergang – immer an Grannen denken! Je nachdem, wie tief der Fremdkörper sitzt, lässt er sich mittels Zangen mehr oder weniger leicht entfernen. In der Regel ist allerdings eine Narkose für einen derartigen Eingriff – vor allem in der empfindlichen Nase – vonnöten. Hat sich die Granne aber bereits in die Luftröhre vorgearbeitet, kann es sehr schwierig und u. U. auch gefährlich werden. Deshalb sollte man nicht allzu lange warten, bevor man das Tier untersuchen lässt. Ist der Fremdkörper schon bis in den Bronchialraum vorgedrungen, kann er nur noch mit ganz speziellen Instrumenten entfernt werden und hat meistens schon eine ernste Entzündung verursacht.