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Krampfanfälle beim Wellensittich

Erika R. aus Campos fragt:

Sehr geehrte Frau Kohmann,
ich habe mehrere Wellensittiche in einer großen Voliere. Sie bekommen immer wieder Verkrampfungen – eine totale Starre – in den Krallen, so dass sie nicht mehr auf den Stangen sitzen können. Natürlich können sie dann auch kein Futter mehr fressen und sterben. Gibt es ein Medikament dagegen?

 

Liebe Erika!


Bei einer Verkrampfung – oder Starre – muss man zunächst einmal unterscheiden, ob es sich um eine anfallartige Verkrampfung handelt oder ob die Starre bestehen bleibt. Sterben die Vögel durch den Krampfzustand oder verhungern sie, weil sie sich durch eine anhaltende Verkrampfung nicht mehr rühren können?
Krämpfe können viele Ursachen haben. Meistens entstehen sie durch zentralnervöse Störungen. Das bedeutet, dass die Erkrankung in den Nervenzellen des Gehirns zu suchen ist. Möglicherweise liegt ein Trauma zugrunde oder ein Tumor führt zu Krämpfen. Auch angeborene bzw. vererbte Veränderungen können – genauso wie Infektionen oder Stoffwechselstörungen – krampfauslösend sein.
Die weitaus häufigste Ursache von Krampfanfällen bei Vögeln ist die Gicht. Bei dieser Erkrankung treten bei den Tieren neben Krämpfen auch Appetitlosigkeit, vermehrter Durst, Abmagerung und Veränderungen an den Gliedmaßen auf. Die Gelenke sind warm und schmerzhaft angeschwollen, und die Ständer sind meistens mit gelben Knoten übersät. Oft fallen die Vögel während einer Gichtattacke von der Stange und versterben anschließend.
Zuletzt muss auch erwähnt werden, dass Ernährungsfehler und Vitaminmangel ebenfalls zu Muskelkrämpfen und zentralnervösen Störungen führen können. Bei Tieren, die im Freien gehalten werden, sollte man außerdem Vergiftungen aller Art mit in Betracht ziehen.
Um Ihre einleitende Frage nach einem Medikament beantworten zu können, müsste folglich zunächst die genaue Ursache der Erkrankung geklärt werden. Das wiederum kann man nur in einem ausführlichen Gespräch und nach einer Untersuchung der betroffenen Sittiche herausfinden.