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Der Papagei als Haustier

Gracia L. aus Puigpuñent fragt:

Wir haben uns kürzlich eine Vogelausstellung in Madrid angesehen und waren vollkommen begeistert von der Schönheit und Farbenpracht all dieser Papageien. Würden Sie uns etwas über den Papagei als solchen und vor allem als Haustier erzählen?

 

Liebe Gracia!


Papageien sind nicht nur wunderschön, es macht auch sehr viel Spaß, sich einen Papagei zu halten! Sie gehören zu den hoch entwickelten Spezies innerhalb der Vogelwelt und es gibt ca. 340 verschiedene Arten. Zu den kleinsten zählt der Blauscheitel-Spechtpapagei mit wenigen Zentimetern und der größte unter ihnen ist der südamerikanische Hyazinthara mit bis zu einem Meter Höhe!
Papageien sind zähmbar, haben eine hohe Nachahmungsbegabung und sind in der Lage bestimmte Laute und Geräusche zu imitieren. Auch eine gewisse Kreativität kann man den Vögeln keineswegs absprechen – eine Eigenschaft, die sie von jeher als Haustier ungemein beliebt gemacht hat.

Aber Vorsicht! Gerade diese hohe Intelligenz macht es sehr schwierig, diesen Tieren in Gefangenschaft gerecht zu werden. Es sind bei weitem nicht alle Arten sind als Käfigvögel geeignet. Außerdem sind heutzutage viele Papageien in ihrem Bestand bedroht, so dass es sowieso nur in Frage kommt, gezüchtete Tiere als Hausgenossen zu erwerben.

Der Papagei ist ein lautstarker, bewegungsfreudiger Kletterer, dessen Hauptnahrungsquelle Früchte und Samen sind. Auch eine tierische Eiweißquelle, wie beispielsweise Insekten, ist für manche Arten unerlässlich. Je größer ein Papagei ist, umso größer ist sein Platzbedarf. Die großen Papageien sind daher als Käfigvögel nicht geeignet. Am sinnvollsten sind bei der Haltung dieser großen Vögel Außenvolieren mit entsprechender Ausstattung. Papageien sind sozial lebende Schwarmvögel. Alle Arten bilden Paare und ein Papagei ohne Partner vereinsamt sehr schnell. Werden sie als Einzelvögel gehalten, muss der Mensch den Partnervogel ersetzen. Das bedeutet unter Umständen eine jahrzehntelange Verpflichtung, denn Papageienvögel sind „monogam“ und können sehr alt werden.

Also Gracia: So schön diese Tier auch sind – kaufen Sie niemals einen Papageienvogel aus einer Laune heraus! Ein Papagei im Haushalt wird Ihr Leben verändern, denn er beansprucht Zeit, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Geduld. Und dies Tag für Tag. Wird er vernachlässigt, schlecht gehalten oder herumgereicht, verkümmert er seelisch, was meist Krankheit oder Federrupfen nach sich zieht.
Wenn Sie entschlossen sind, sich einen Papageienvogel zuzulegen, sollten Sie sich vorher ausgiebig mit dem Thema befassen. Das Studieren von Fachliteratur, der Austausch mit erfahrenen Papageienhaltern und die Auswahl eines seriösen Züchters werden Ihnen helfen, dauerhaft Spaß an Ihrem neuen Freund zu haben.