Thema der Woche
NEU!!!
Eurotierklinik
Portal Nous!

Carretera Andratx 43/14
Tel: 971 677 606
Erfolgsstory!
Zahlreiche namhafte Modehersteller wie H&M, ESPRIT, Zara, C&A, Tchibo, Calvin Klein, Hugo Boss und andere sind nach Gesprächen mit PETA aus dem Angora-Geschäft ausgestiegen – und es folgen mehr.
mehr erfahren


Feline Infektiöse Peritonitis - FIP I

Armin F. aus Arenal fragt:

Was ist FIP oder PIF eigentlich für eine Katzenkrankheit?

 

Lieber Armin!


Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine virusbedingte Bauchfellentzündung bei Katzen. FIP steht für "Feline Infektiöse Peritonitis" oder spanisch PIF = Peritonitis infecciosa felina. Am häufigsten erkranken junge oder alte Tiere und die Krankheit endet immer tödlich.
Katzenwelpen können von ihrer infizierten Mutter angesteckt werden. Da das Virus aber überall in der Umwelt anzutreffen ist, erfolgt die häufigste Infektion durch Aufnahme des Virus über die Maulschleimhaut. Der Erreger vermehrt sich in den Lymphknoten des Darmtrakts und wandert dann in bestimmten im Körper zirkulierenden Zellen in die inneren Körperorgane, unter anderem auch in die Augen und ins Gehirn. Wenn das Abwehrsystem des betroffenen Organismus funktionstüchtig ist, wird die "Immunantwort" der Katze verhindern, dass es zu krank machenden Auswirkungen der Virusinfektion kommt. Ist das Immunsystem geschwächt oder handelt es sich um einen besonders aggressiven Virusstamm, kann die weitere Verbreitung der Viren im Körper nicht verhindert werden. Es kommt nach und nach zur Erschöpfung des Abwehrsystems und zur Entzündung der inneren Körperhäute (Brust- und Bauchfell). Die Katze entwickelt Fieber mit Mattigkeit und Appetitlosigkeit.
Dieses Stadium bezeichnet man als die „trockene“ Form der FIP. Kommen entzündungsbedingte Schäden an den Gefäßen dazu, tritt Flüssigkeit aus und sammelt sich in der Bauchhöhle. Flüssigkeit kann sich auch in die Brusthöhle ergießen. Jetzt spricht man von der „feuchten“ FIP. Eine FIP im Anfangsstadium zu diagnostizieren ist sehr schwer. Der Nachweis von Antikörpern gegen das Virus im Blut des betroffenen Tiers ist als einziges Diagnosehilfsmittel nicht aussagekräftig, da z. B. auch Tiere, die gerade mit dem Virus "kämpfen", nachweisbare Antikörper produzieren. Auch die quantitative Auswertung der Antikörper, die so genannte Titerbestimmung, ist nicht diagnostisch, da bei längerem Bestehen der Krankheit die Titer meistens wieder absinken. Um die Diagnose FIP zu stellen, muss man sowohl wiederholte Antikörperbestimmungen durchführen als auch veränderte Blutwerte und erkennbare Krankheitsanzeichen des Tiers berücksichtigen.
Liegt bereits die "feuchte" Form der FIP vor, ist die Diagnosestellung wesentlich einfacher. Kann man aus Brust- oder Bauchhöhle eine zähflüssige, fadenziehende und bernsteinfarbene Flüssigkeit entnehmen, steht die Diagnose leider fest. Man sollte das Tier dann nicht mehr länger leiden lassen, denn eine Heilung gibt es nicht. Die Tiere quälen sich unnötig durch Blutarmut, Gelbsucht, Sehprobleme bis hin zu Störungen im zentralen Nervensystem.
Jetzt, Armin, möchten Sie sicherlich wissen, wie man seine Katze vor dieser gefährlichen Infektion schützen kann. Leider kann ich Ihnen keine 100-prozentige Lösung anbieten. Die derzeit verfügbaren Impfstoffe bieten keinen vollständigen Schutz vor Ansteckung. Trotzdem ist es in Katzenzuchten, Tierheimen oder immer dann, wenn viele Katzen auf engem Raum zusammenleben, empfehlenswert, diese Impfung durchzuführen. Bei Einzelhaltung ist es nach wie vor das Wichtigste, seinem Tier die Voraussetzungen für ein optimal arbeitendes Immunsystem zu bieten. Gutes Futter, regelmäßige Schutzimpfungen gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Leukose sowie regelmäßige Parasitenbehandlungen und Gesundheitschecks gehören dazu.