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Leptospirose

Michael V. aus der Schweiz fragt:

Mein Hund wird bei der Jahresimpfung auch immer gegen "Leptospirose" geimpft. Ist das auch eine Viruserkrankung und ist die Impfung wirklich nötig?

 

Lieber Michael!


Leptospirose ist keine virale, sondern eine bakterielle Infektionskrankheit. Die verursachenden Bakterien stammen aus der Gruppe der Schraubenbakterien, den so genannten Spirochäten. Die Krankheit ist auch unter dem Namen "Stuttgarter Hundeseuche" bekannt, da sie erstmals im Jahr 1852 in Stuttgart bei einer Hundeshow aufgetaucht ist und beschrieben wurde. Leptospiren haben eine Affinität zu Warmblütern, insbesondere sind sie bei kleineren Nagern wie Ratten und Mäusen zu finden. Über diese Tiere verbreiten sie sich auch, da sie über den Urin ausgeschieden werden und auf diese Weise in Boden und Wasser der Umgebung gelangen.

Auch der Mensch ist für Leptospiren empfänglich. In der Humanmedizin redet man von "Weilscher Krankheit" oder "Feldfieber". Früher gab es für Leptospirose auch den Begriff der "Schweinehirtenkrankheit", da unter Menschen, die engen Kontakt mit Tieren haben, die Infektion gehäuft auftritt. Übertragungsweg ist dabei entweder der direkte Kontakt zum Tier oder zu infiziertem Wasser bzw. Boden. Der Eintritt der Bakterien verläuft über die Schleimhäute des Körpers oder beispielsweise über kleine Hautverletzungen. Bei unseren Hunden ist der Ansteckungsweg ähnlich. Besonders jagende Hunde oder Hofhunde sind gefährdet und in warmen feuchten Klimazonen – wie in Mallorca – ist der Infektionsdruck hoch, da die Bakterien hier optimale Überlebensbedingungen vorfinden.

Leptospirose ist eine schwere Erkrankung. Betroffene Tiere zeigen Appetitlosigkeit, Apathie, Erbrechen, Fieber und Austrocknung. Oftmals entwickelt sich im Verlauf der Infektion eine Gelbsucht. Es kommt zu Blutungen in Organen und zum Absterben von Zellen, insbesondere in den Nieren. Nieren- und Leberentzündungen sind die Folgen. Zwar kann man den Erregern mit bestimmten Antibiotika entgegenwirken, aber trotzdem ist eine Therapie nicht immer erfolgreich. Sind Organe bereits zu sehr geschädigt ist die Prognose immer schlecht.

Daher, Michael, ist die wichtigste Maßnahme gegen diese Krankheit die regelmäßige vorbeugende Schutzimpfung. Mit der Impfung helfen wir nicht nur unserem Hund, sich zu schützen, es ist – wie immer im Fall von Zoonosen – vor allem auch eine Schutzmaßnahme für uns Menschen.